Schattenbilder wie Schriftzeichen lesen - Eine bildoptische Studie nach Kepler
Johannes Grebe-Ellis
Abstract
Quick et al. haben gezeigt, wie die Entstehung und Transformation von Schattenbildern als charakteristische Funktion der Sichtgeometrie von Schattengeber und Leuchte mathematisch modelliert werden kann [1]. Um diesen Bildzusammenhang auch qualitativ zu verstehen und zugleich geometrisch zu verallgemeinern, wird eine Überlegung zur formalen Genese von Schattenbildern vorgestellt, die auf Keplers bildoptische Beschreibung von „Lichtfiguren“ Bezug nimmt. Dabei wird die Art, wie sich die Form der Leuchte dem Schattenbild aufprägt, auf den Einfluss bezogen, den der Querschnitt eines Stiftes auf das Schriftbild hat.
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