Meteorologische Untersuchungen im 19. Jahrhundert

Simon Friedrich Kraus

Abstract


Die älteste – weil zunächst von instrumentellen Voraussetzungen unabhängige – Methode der Naturerschließung ist die systematische Beobachtung. Im Zuge der Herausbildung einzelner naturwissenschaftlicher Disziplinen, wie der Physik, wurde sie jedoch nicht verdrängt, sondern findet sich nach wie vor, z. B. als Teil des Experiments. Ebenso ist die Beobachtung jedoch auch weiterhin als eigenständige Form der Erkenntnisgewinnung anzutreffen, etwa innerhalb der Astrophysik oder auch in Teilgebieten, deren Untersuchungsgegenstände zwar prinzipiell zugänglich, jedoch nicht auf Labormaßstab skalierbar sind, wie etwa der Atmosphärenphysik. In diesem Beitrag soll anhand eines historischen Beispiels aufgezeigt werden, wie der Prozess der Theoriebildung auf alleiniger Basis von Beobachtungsdaten ablaufen kann. Hierbei wird als Werkzeug zur Strukturierung und Visualisierung der historischen Abläufe der EJASE-Prozess Einsteins herangezogen.

Dabei wird gezeigt, wie sich beobachtungsbasierte Theoriebildung unter äußeren Einflüssen, wie der der natürlichen und technischen Umgebung oder persönlicher Voraussetzungen, vollzieht. Abschließend wird dargestellt, welches didaktische Potential eine wissenschaftshistorische Aufarbeitung unter Verwendung des EJASE-Prozesses bietet.

Schlagworte


Beobachtung; Erkenntnisgewinnung; Meteorologie; Atmosphärenphysik

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