Aufgabenformate und Kontextorientierung beim Physiklernen mit Sensoren

Bianca Watzka, Raimund Girwidz

Abstract


In einer Interventionsstudie wurden Auswirkungen verschieden kodierter Übungsaufgaben auf das
Lernen im Physikunterricht und die Eignung authentischer Anwendungskontexte aus der Sensorik
als Lernanker untersucht. An der Studie nahmen 170 Schülerinnen und Schüler aus drei Realschulen
in Baden-Württemberg teil. Ein 3x2 faktorielles Design mit den beiden Faktoren ‚Aufgabenformat‘
(bild- oder textbasiert oder gemixt) und ‚Lernanker‘ (authentische Anwendung des Sensors
oder kein Anwendungsbezug) wurde realisiert. Für die Analyse wurden zu drei Messzeitpunkten
unter anderem der Erwerb deklarativen Wissens, die Transferleistung, die Motivation sowie
die Einschätzung der Authentizität, der kognitiven Aktivierung und der inhaltlichen Relevanz erfasst.
Das Aufgabenformat erwies sich im Rahmen einer MANOVA als ein statistisch signifikanter
und in seiner Größe bedeutungsvoller Einflussfaktor auf den Erwerb deklarativen Wissens.
Gleichzeit konnte beispielhaft für den Anwendungskontext „Raumluftqualität im Klassenzimmer“
gezeigt werden, dass sich authentische Anwendungskontexte aus der Sensorik als Lernanker eignen.
Die Ergebnisse der multivarianten Tests zeigten signifikante Effekte mittlerer Größe auf die
Transferleistung und die Motivation.

Schlagworte


Aufgabenformate, Kontextorientierung, Sensorik

Volltext:

Beitrag DD 02.06


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