Erfolgreicher Studieneinstieg in Physik - alles eine Frage der Motivation?

André Albrecht, Volkhard Nordmeier

Abstract


Bachelor- und Lehramtsstudierende sowie exmatrikulierte Studierende beider Studiengänge im Fach Physik wurden im Rahmen der ersten beiden Fachsemester im Hinblick auf eine Reihe relevanter Konstrukte für einen erfolgreichen Studieneinstieg in das Fach Physik modellgeleitet befragt. Die Befragung fand an zwei deutschen Universitäten statt. Die empirischen Befunde zeigen Folgendes: (1) Bereits zum Studienbeginn werden Unterschiede sowie zeitlich stabile entgegengesetzte motivationale Ausprägungen bei Bachelor- und Lehramtsstudierenden im Fach Physik ermittelt. (2) Bachelorstudierende wählen häufiger studiengangsrelevante Leistungskurse im Vergleich zu den Lehramtsstudierenden im Fach Physik. (3) Konstrukte der Studienbedingungen sowie des Studier- und Lernverhaltens sind in der Lage, 61 % der Varianz der Studienzufriedenheit im ersten Fachsemester aufzuklären. (4) Im Studienverlauf wird eine Veränderung in der Lernstrategienutzung sowie in der Wahrnehmung der Gesamtbelastung ermittelt. (5) Die Note der Hochschulzugangsberechtigung sowie die Betreuung und Unterstützung stellen wesentliche Bedingungen für eine Exmatrikulation dar. Unzureichende Informiertheit sowie geringes Fachinteresse erhöhen die Chance einer Exmatrikulation. (6) Die „inhaltlichen Anforderungen“ stellen den häufigsten Exmatrikulationsgrund dar. (7) Nur ein geringer Anteil der Exmatrikulierten gehört zur Gruppe der Studienabbrecher im eigentlichen Sinne, ein Großteil der Exmatrikulierten wechselt in physikaffine und praktisch orientierte Studiengänge.


Volltext:

Beitrag DD 08.01


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